ÜBER SPRACHE

Freitag, 22. August 2014

Konsonanten vs. Vokale

02:54 Posted by Jonas Lau , No comments
Warum unterscheiden wir Vokale und Konsonanten? Und was genau ist der Unterschied?

Versuchen wir es einmal selbst herauszufinden:
Als erstes sprechen wir den Laut [p] aus. Es fällt auf, dass der Mund ganz geschlossen wird, bevor ein Luftstrom herausschnellt. Sprechen wir den Laut [n] aus, so schließen wir den Mund durch die Zunge ab und die Luft entweicht durch die Nase. Das kann man leicht prüfen, indem man seine Nase verschließt und merkt, dass die Produktion des Lautes nicht mehr möglich ist. Sprechen wir ein [f], so fällt auf, dass die Luft durch eine ganz kleine Lücke zwischen Zähnen und Lippe entweicht. Man nennt das eine kritische Enge. Es gibt noch andere Arten, Konsonanten zu bilden, doch vergleichen wir sie nun einmal mit Vokalen: Sprechen wir [a], [i], [u], etc. aus, so wird der Luftstrom weder durch einen Verschluss noch durch andere Mechanismen gehemmt. Der Luftstrom wird höchstens durch die Lippen, die Zungenlage und die Zungenhöhe modifiziert:
Quelle: Wikipedia


Man sagt auch Vokale sind sonorer als Konsonanten, haben also eine größere Schallfülle. Der Begriff VOKAL leitet sich übrigens von lateinisch vocalis – „tönend“ ab (vgl. vox – „Stimme“).
Häufig tragen Vokale eine Silbe, das heißt, sie bilden den Kern der Silbe.

Hat also jede Silbe mindestens einen Vokal, der die Silbe trägt? Nein, denn besonders sonore Konsonanten wie zum Beispiel das gerollte R [r] oder Nasale wie [m] oder [n] können auch als Silbenkern fungieren. So existiert zum Beispiel im Tschechischen der Satz Strč prst skrz krk – „Steck den Finger durch die Kehle“ ohne Vokale. Und in afrikanischen Niger-Kongo-Sprachen können Nasale auch Töne tragen, sodass sie zum Silbenkern werden. Silbische Nasale kommen aber genauso auch im Deutschen vor. Sprechen wir das Wort „haben“ aus, so wird meist [ha:bm̩] produziert und trotzdem existieren noch zwei Silben. Den zweiten Silbenkern bildet das m.

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